“Hristos je među nama!”, - “I jeste, i biće”!

Feier des Schutzpatrons

Der frühchristliche Glaube, der uns von Gott und von den Heiligen Aposteln überreicht wurde, besteht darin, Gott und seine Heiligen zu verehren. Die Anbetung Gottes und seiner Heiligen: Engel, Apostel, Propheten, Märtyrer, Ehrwürdige und allen Gerechten ist unsere christlich-orthodoxe Lebenseinstellung, mit der wir unseren Glauben und das wahre Ziel und den Sinn unseres menschlichen Lebens hier auf Erden und in der Ewigkeit bekennen.

So wurden Gott und seine Heiligen von Anfang an von Christen verherrlicht, und deshalb wurden viele von ihnen auch selbst heilig. Dies zeigen und bezeugen die ersten christlichen Märtyrer, die ihr Leben zur Ehre Gottes niedergelegt haben.

Deshalb verherrlichen wir als orthodoxe Christen, nachdem wir den heiligen Glauben und das heilige Testament von Jesus Christus selbst erhalten haben, Gott, seine Heiligen und Unsterblichen: Die Allheilige Gottesgebärerin, die heiligen Apostel und Märtyrer, die heiligen Väter und die Gerechten, und so erhalten wir mit dieser Verherrlichung Gottes und der Heiligen, die Gott selbst verherrlicht hat, weil sie auch Gott verherrlicht haben, auch die ewige Herrlichkeit Gottes und erben das ewige Leben.

Ovo drevno hrišćansko sveto predanje o slavljenju Boga i slave Božje u Svetima, primili smo i mi Pravoslavni Srbi od Svetih Ćirila i Metodija i od Svetoga Save. Zato i slavimo svake nedelje i svakog praznika Hrista Boga i Spasitelja našeg i Njegovu Presvetu Bogomater, i svete Anđele i Svetitelje Božje. Slavimo ih najpre zajedno sa celom Crkvom Božjom, u svojoj parohiji i svome hramu, kada naša parohijska crkva ili naš manastir slavi svoju Hramovnu Slavu, to jest svoga Svetitelja kao svoga Nebeskog Zaštitnika, koga istoga dana slave i svi pravoslavni hrnšćani u svetu. Otuda sveta Slava, kao opštehrišćansko i svecrkveno slavljenje Boga i Božjih Svetaca, nije samo srpski običaj, jer Slavu slave i svi ostali pravoslavni u svetu. Ali Sveti Otac Srpski, Sava Ravnoapostolni, dao je nama pravoslavnim Srbima i jednu posebnu srpsku domaću Slavu – naše Krsno Ime, to jest blagoslovio je našu srpsku porodičnu Slavu: da svaka srpska porodica, svaka kuća i domaćinstvo slavi onoga Svetitelja na čiji su dan naši pretci i praoci primili Hristovu veru i krstili se u ime Svete Trojice. To je, dakle naša srpska Krsna Slava ili Krsno Ime, za koje naš verni narod sa pravom kaže: „Ko Krsno Ime slavi, ono mu i pomaže“.

Der Heilige Sava, Apostelgleicher und Begründer der serbisch-orthodoxen Kirche gab uns orthodoxen Serben ein besonderes Familienfest, die Feier zu Ehren des Familien-Schutzheiligen: dass jede serbische Familie, jedes Haus und jeder Haushalt diesen Heiligen feiern, an dessen Tag unsere Vorfahren den christlichen Glauben empfingen und im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit getauft wurden. Das ist somit unsere serbische Feier (serbisch: Krsna Slava), über den unser Volk zu Recht sagt: "Wer den Schutzpatron feiert, dem hilft er."

Die Feier des Schutzpatrons ist eine der bekanntesten Bräuche der Serben und im nationalen Register des immateriellen Kulturerbes Serbiens eingetragen, außerdem wurde sie 2014 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Feier des Schutzpatrons ist bis heute die einzige ungebrochene serbische Tradition. Viele Dinge haben sich im Leben und in den Bräuchen der Menschen geändert, aber die Feier des Schutzpatrons ist als das größte Heiligtum unseres Volkes erhalten geblieben. Die Serben feierten ihren Schutzpatron sowohl in den glorreichsten Tagen ihrer Geschichte als auch während den fünf Jahrhunderten der türkischen Sklaverei. Die Feier des Schutzpatrons wird in guten wie in schlechten Zeiten gefeiert - im Krieg und im Exil, im Kerker und im Krankenhaus, in Trauer und in Freude, in Elend und in Armut sowie in Reichtum und Fülle. Inmitten der heftigsten Schlachten brachen unsere Soldaten in den Gräben das Slava-Brot, sangen das Troparion ihres Schutzpatrons, zündeten ein Stück Kerze, das sie von zu Hause mitbrachten und beteten zu Gott um Hilfe und um glücklichere Tage. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Serben während der beispiellosen atheistischen und antireligiösen Propaganda nicht auf ihre Feier verzichtet, weshalb man kann sagen kann, dass die Feier des Schutzpatrons den orthodoxen Glauben und die orthodoxe Tradition in unserem Volk bewahrt hat.

 

Wann beginnt ein Haushalt, eine Familie, ihren Schutzpatron zu feiern?

Die Feier wurde von Generation zu Generation weitergegeben, von Vater zu Sohn, sodass heute leicht nachzuvollziehen ist, welche Familien mit demselben Nachnamen in Verwandtschaft stehen. Wenn sie denselben Schutzpatron feiern, dann stehen diese Familien in Verwandtschaft, haben sich aber im Laufe der Zeit voneinander distanziert und sind sich somit fremd geworden.

Wann übergibt der Vater seinen Söhnen die Feier?

Damit das Familienerbe der Feier des Schutzpatrons richtig verstanden wird hat die die heilige Bischöfliche Synode der Serbisch-orthodoxen Kirche folgende Anweisung erteilt:

,,Da die Feier des Schutzpatrons ein Feiertag der "kleinen Kirche" ist, d.h. der Familie, sollte dieser auch von der kleinsten Familie gefeiert werden. Sobald der Sohn in seine eigene Wohnung einzieht, insbesondere wenn er heiratet und seine eigene Familie gründet, muss er seinen Schutzpatron feiern, unabhängig davon, ob der Vater ihn in seiner Wohnung feiert. Als Zeichen des Respekts gegenüber den Eltern, der so wichtig ist wie die Gründung einer Familie und das Feiern des Schutzpatrons, sind die Söhne verpflichtet, den Vater darüber zu informieren und ihn um seinen Segen zu bitten. Falls der Vater sich weigert oder die Feier des Schutzpatrons nicht "weitergeben" will, sollten sich die Söhne an den Pfarrer aus der Pfarrei, in der sie leben, wenden, um einen Rat und den Segen zu erhalten.“

Solange die Söhne mit ihrem Vater in einem Haushalt leben, dann feiern sie alle gemeinsam den Schutzpatron. Wenn jedoch einer der Söhne eine Familie gründet, heiratet und nicht mehr mit dem Vater in einem Haushalt lebt, sollte er sofort beginnen, seinen Schutzpatron in seinem Haus zu feiern. Es ist völlig falsch, dass manche Serben heutzutage ihren Schutzpatron nicht feiern, mit der Ausrede: mein Vater lebt und er feiert. Es sei noch einmal ausdrücklich gesagt, dass sobald jemand in einem separaten Haushalt lebt und seine eigene Familie hat, ist er verpflichtet, seinen Schutzpatron zu feiern, da der Schutzpatron der Beschützer des Haushalts und der Helfer bei jeder Arbeit ist, der große Segen Gottes und der Beschützer aller Familienmitglieder.

Merkmale der Feier des Schutzpatrons

Slava-Ikone und Slava-Ölkerze

In jedem orthodoxen serbischen Haushalt befindet sich die Ikone des Schutzpatrons im feierlichsten Raum, im Ess- oder Wohnzimmer, aufgehängt an der östlichen Wand. Vor dieser Ikone befindet sich die Ölkerze und dort werden die Hausgebete verrichtet.

Wasserweihe

Nach der alten Praxis unserer Kirche weiht der Pfarrer in den Wochen vor der Feier des Schutzpatrons das Wasser in den Haushalten, in denen gefeiert wird. Für die Wasserweihe ist folgendes vorzubereiten: eine Schüssel mit Wasser, einen getrockneten Strauß Basilikum, eine kleine Kerze, ein Weihrauchfass mit Glut oder Brikett, Weihrauch und eine Liste mit den Namen der im Haushalt lebenden Familienmitglieder. All dies wird auf einen Tisch in dem Raum, in dem sich die Slava-Ikone befindet, gestellt. Es ist wünschenswert, dass während der Wasserweihe alle Haushaltsmitglieder anwesend sind. Deshalb informiert der Pfarrer den Hausherrn mindestens einen Tag vorher zu welcher Uhrzeit er genau kommt, damit alle Haushaltsmitglieder sich versammeln und zusammen beten können. Nachdem das Wasser geweiht wurde, trinkt die ganze Familie etwas davon, der Rest wird für die Zubereitung des Slava-Brots verwendet. Wenn das Wasser am Tag der Feier des Schutzpatrons geweiht wird, trinkt jedes Familienmitglied etwas davon, mit dem Rest werden gepfropfte Obstbäume oder Blumen im Haus gegossen.

Warum wird das Wasser zur Feier des Schutzpatrons und zu Ostern geweiht?

Zusätzlich zu den gemeinsamen Gebeten und Gottesdiensten, die in der Kirche durchgeführt werden, wurde von der Kirche festgelegt, dass zweimal im Jahr für den geistlichen Fortschritt jedes Haushaltes Gebete in den Häusern der Gläubigen verrichtet werden. Dies hängt mit den beiden größten und feierlichsten Tagen zusammen – der Feier des Schutzpatrons und Ostern. Durch die Wasserweihe und das Beträufeln tritt der Segen Gottes und der Heilige Geist in dieses Haus und seine Bewohner ein und gibt ihnen Segen und geistliche Kraft in ihrem Leben. Das Gebet wird für den Fortschritt aller Haushaltsmitglieder und für die ewige Ruhe der verstorbenen Verwandten verrichtet.

Slava-Brot (serbisch: Slavski kolač)

Einen Tag vor der Feier des Schutzpatrons wird das Slava-Brot von der Hausfrau gebacken. In den Teig wird ein wenig von dem geweihten Wasser hinzugegeben. Das Slava-Brot wird mit verschiedenen Teigdekorationen verziert. In die Mitte des Slava-Brotes und an den vier Seiten, von oben gesehen, im Zeichen des Kreuzes, wird der Holzstempel (serbisch: Prosfornik) mit den Buchstaben ИС ХС НИ КА gedrückt. Die Buchstaben bedeuten: Jesus Christus siegt. Am Feiertag des Schutzpatrons wird das Slava-Brot, gekochter Weizen (serbisch: koljivo) und Rotwein in die Kirche gebracht. In der Kirche werden der Weizen, das Slava-Brot und der Rotwein gesegnet, dabei wird vom Pfarrer der Weizen mit dem Rotwein übergossen und das Slava-Brot gebrochen. Vor Beginn der heiligen Liturgie übergibt der Hausherr dem Pfarrer eine Liste mit den Namen der lebenden Familienmitglieder, sowie eine Liste mit den Namen der verstorbenen Familienmitglieder, die während der Proskomidie für die Gesundheit, bzw. für die ewige Ruhe gelesen werden. Der Hausherr, der das Slava-Brot in die Kirche bringt, überreicht der Kirche seine Geschenke: Weihrauch, Öl, Wein, Spenden-Beitrag usw. Dort, wo die Familientradition besagt, dass das Slava-Brot zu Hause gebrochen wird, wird wie folgt vorgegangen: Am Abend oder am frühen Morgen wird alles, was für den Ritus notwendig ist, auf den Tisch gelegt, welcher dafür zur Slava-Ikone zeigt, d.h. nach Osten gedreht ist. Folgende Dinge sollten dabei auf dem Tisch stehen: das Slava-Brot, gekochter Weizen, ein Glas Rotwein, eine Kerze, eine Liste mit den Namen der lebenden sowie und eine Liste mit den Namen der verstorbenen Familienmitglieder, ein Weihrauchfass mit Brikett und ein Streichholz oder Feuerzeug. Neben dem Wein und dem Weizen befindet sich ein Löffel und neben dem Slava-Brot ein Messer. Kurz vor Beginn des Ritus wird die Kerze angezündet, während die Ölkerze schon am Vorabend angezündet wird. Wenn der Pfarrer ins Haus kommt, liegt alles, was benötigt wird, auf dem Tisch. Nach der üblichen Begrüßung stellt sich der Hausherr vor die Kerze, bekreuzigt sich und zündet diese an. Danach liest der Priester das Gebet Vaterunser, das Troparion des Schutzpatrons und segnet den Weizen. Währenddessen wird folgendes beweihräuchert: die Ikone, das Slava-Brot, der Weizen, der Wein, der Raum, in dem gefeiert wird, sowie die anwesenden Familienmitglieder und Gäste. Unmittelbar danach schneidet der Pfarrer das Slava-Brot im Kreuzzeichen von unten ein und bricht ihn zusammen mit dem Hausherrn. Parallel dazu wird das Troparion gesungen. Nach dem Brechen des Slava-Brotes wird dieses weiter in Stücke zerteilt oder geschnitten. Zuerst nehmen der Hausherr und die Familienmitglieder ein Stück davon und essen es, der Rest wird auf den Esstisch gelegt. Das Slava-Brot selbst symbolisiert Christus, der das Brot des Lebens ist, und der Wein, mit dem er gegossen wird, symbolisiert das Blut, das aus den Wunden Christi floss.

Slava-Kerze (serbisch: Slavska sveća)

Für die Feier des Schutzpatrons wird eine größere Kerze gekauft, vorzugsweise aus echtem Wachs, normalerweise 50 bis 60 cm lang. Die Slava-Kerze wird in einen Kerzenhalter gesteckt und dekoriert. Die Kerze wird am Tag der Feier angezündet, unmittelbar wenn der Priester kommt, um den Weizen und das Slava-Brot zu segnen. Wenn das gesegnete Slava-Brot und der gesegnete Weizen aus der Kirche gebracht werden, dann wird die Kerze vor dem Festmahl angezündet. Der Hausherr bekreuzigt sich, erwähnt den Namen seines Schutzpatrons im Gebet, küsst die Kerze und zündet sie mit einem Streichholz an.

Das Anzünden der Slava-Kerze markiert den Beginn der Feier des Schutzpatrons. Die Kerze und ihr Licht symbolisieren das Licht der Lehre Christi. Die Slava-Kerze brennt am Feiertag den ganzen Tag lang. Erst wenn nur noch ein paar Zentmieter von ihr übrig geblieben sind, wird sie ausgemacht.

Die Slava-Kerze sollte aus echtem Wachs bestehen und in der Kirche geweiht sein. Außerhalb der Kirche gekaufte Kerzen, die nicht geweiht sind, sowie Paraffinkerzen sollten nicht als Slava-Kerze verwendet werden.

Slava-Weizen (serbisch: Slavsko žito)

Der Slava-Weizen wird am Vorabend vor dem Feiertag gekocht, mit Nüssen, Honig oder Zucker verfeinert und am Tag des Schutzpatrons zum Segnen in die Kirche gebracht. In vielen Familien wird der Weizen nur gesüßt jedoch nicht gemahlen (was nicht falsch ist).

Der Pfarrer segnet den Slava-Weizen und betet zu Gott, um zum einen all die verschiedenen Erträge zu segnen und zum anderen diejenigen zu segnen, die davon essen werden, da dies zur Ehre Gottes und zur Ehre und Erinnerung des Schutzpatrons, und zur Erinnerung derer, die im frommen Glauben starben (Vorfahren, die uns die Feier überreicht haben), vorbereitet wurde.

 Der gesegnete Slava-Weizen wird den Gästen vor dem Festmahl serviert. Der Slava-Weizen symbolisiert die Auferstehung der Toten und wird zur Ehre Gottes und zu Ehren des Schutzpatrons geopfert, für die Gesundheit und das Glück der Familienmitglieder und für die ewige Ruhe der verstorbenen Verwandten. Aus diesem Grund wird der Weizen für die Feiern aller Schutzpatrone zubereitet. Viele Menschen glauben leider, dass man für die Schutzpatronen Hl. Erzengel Michael und Hl. Prophet Elias kein Weizen vorbereiten soll, da dies lebendige Heilige sind. Falsch! Der Weizen wird für die ewige Ruhe unserer verstorbenen Verwandten zubereitet, nicht für die Heiligen. Außerdem gibt es im orthodoxen Christentum keine "toten" Heiligen - alle Heiligen sind lebendig und beten zu Gott für uns.

Slava-Festmahl (serbisch: Slavska trpeza)

Folgendes macht die Feier des Schutzpatrons aus: das Slava-Brot, der Slava-Weizen, die Kerze, der Wein und das Festmahl, welches nach unserem Volksbrauch vom Hausherrn vorbereitet und am am Tag des Schutzpatrons durchgeführt wird. In einigen Gegenden kommen die Gäste auch zum Abendessen am Vorabend der Feier. Mancherorts wird auch noch der erste und der zweite Tag danach gefeiert. Das Fehlen der Religionslehre hat dazu geführt, dass sich die Feier des Schutzpatrons fast ausschließlich in ein Fest verwandelt hat, bei dem weder der Hausherr noch die Gäste über die wahre Bedeutung und das Wesen der Feier oder gar etwas über den Schutzpatron wissen, der gefeiert wird. Da sich die Feier des Schutzpatrons zu einem großen Fest verwandelt hat, können sich heutzutage viele ärmere Familien so etwas nicht leisten. Wir betonen hier noch einmal, dass die Feier des Schutzpatrons vor allem ein geistliches Ereignis ist, bei dem das Brechen des Slava-Brots eines der zentralen Handlungen darstellt, alles andere ist eine Frage des Willens und der Möglichkeiten jeder Familie.

Nach der Segnung der Gaben des Slava-ritus serviert die Hausfrau den Gästen den Slava-Weizen. Vor dem gemeinsamen Essen werden Gebete gelesen (Vater unser…) und das feierliche Festmahl beginnt. Da die Feier eine Fortsetzung des liturgischen Ritus ist, sollten die Speisen gemäß den kirchlichen Vorschriften zubereitet werden: an den Tagen, an denen das Fasten vorgeschrieben ist, müssen dementsprechend auch die Speisen zubereitet werden.

Feier des Schutzpatrons an den Tagen, an denen gefastet wird

Hier sollten wir vor einer katastrophalen Gewohnheit warnen, die sich langsam in einigen Teilen unseres Landes aus Unwissenheit in unser Volk eingeschlichen hat. Fällt der Tag der Feier des Schutzpatrons in die Fastenzeit oder auf einen Mittwoch oder Freitag (außer in den fastenfreien Wochen), wie z.B. Hl. Nikolaus der Wundertäter, dessen Feiertag immer in der Weihnachtsfastenzeit ist, so muss an diesem Tag gefastet werden, unabhängig davon, ob die Familie aus irgendeinem Grund die Weihnachtsfastenzeit fastet oder nicht. Das Zubereiten von Speisen tierischer Herkunft während der Fastenzeit (inklusive Mittwoch und Freitag), also der absichtliche Verstoß gegen das Fasten ist eine große Sünde. Es ist besser, nicht zu feiern, als einen öffentlichen Skandal zu machen und andere (Gäste) dazu zu bringen, an den großen Feiertagen zu sündigen, wenn die Kirche das Fasten anordnet. Es ist falsch, wie manche es tun, an dem Tag der Feier des Schutzpatrons, an dem das Fasten von der Kirche vorgeschrieben ist, ein wenig Fisch und andere vegane Speisen auf dem Esstisch "vorzuzeigen", um danach Fleisch zu servieren. Dies stellt eine Art Heuchelei dar, was einem Christen, Serben oder Orthodoxen nicht würdig ist, da bekannt ist, dass Fisch und andere vegane Speisen leckerer und günstiger seien können. Es gibt sogar Kochbücher für die Zubereitung von Fastenmahlzeiten, welche von den Hausfrauen verwendet werden sollten. Während der Feier sollte ein gewisser Ernst, Anstand und Respekt gegenüber der Heiligkeit des Schutzpatrons herrschen, was auch in Hinblick auf das Konsumieren von Speisen und Getränken, den Gesprächsthemen sowie den gesungenen Liedern gilt. Manche behaupten, dass die Feier des Schutzpatrons nicht im ersten Jahr nach dem Tod eines Haushaltsmitglieds gefeiert werden sollte. Diese Meinung hat keine Verknüpfung mit der orthodoxen Theologie. Der Schutzpatron wird auch in dieser Zeit gefeiert, da die Gebete unseres Heiligen Beschützers in schwierigen Momenten noch notwendiger sind.

Feier des Schutzpatrons der Kirche

Neben den Heiligen und Schutzpatronen, die von jeder Familie gefeiert werden, ist der gemeinsame Schutzpatron aller Gläubigen und Angehörigen einer Pfarrei mit ihrer Kirche, der Schutzpatron dieser Kirche. Jede Kirche ist einem Heiligen oder einem Feiertag gewidmet, an dessen Tag die Kirche diesen feiert. Da die Kirche das größte Heiligtum eines Ortes und das gemeinsame geistliche Zuhause aller Einheimischen ist, ist es wünschenswert, dass jeder an dieser Feier teilnimmt. Es wäre eine große Sünde, an diesem Tag nicht in Ihre Kirche zu gehen, besonders wenn es keinen triftigen Grund dagegen gibt.

Zusätzlich zu den häuslichen und kirchlichen Feiern des Schutzpatrons ist es Teil unserer Tradition, dass bestimmte Handwerksverbände (Bäcker, Tischler, …), Unternehmen, Sport- und andere Vereine, Gemeinschaften, medizinische Gesellschaften und verschiedene Verbände ihren Schutzpatron feiern. Als Schutzpatron und Beschützer wird ein Heiliger ausgewählt, der in seinem Leben ähnliche Tätigkeiten ausgeübt hat. Ärzte nehmen als Schutzpatron normalerweise Heilkundige (Ärzte), z.B. Heilige Wundertäter und Anargyren Kosmas und Damian, Zimmerleute den Heiligen Josef, weil er selbst Zimmermann war usw. Die Feier des Schutzpatrons wird wie die Feier der Kirche gefeiert und hat entweder nur eine Person als Gastgeber oder mehrere, die zusammen Gastgeber sind. Das Slava-Brot und der Slava-Weizen werden entweder in die Kirche gebracht, oder der Pfarrer kommt, um das Brot zu brechen und den Weizen zu segnen. Alles Weitere ist wie bei der häuslichen oder kirchlichen Feier.

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